Über unsere Krippen

„Als ich die Purzelzwerge vor 25 Jahren ins Leben rief, war es mein Ziel, eine Kleinkind-Einrichtung zu gründen, in der Kinder sich in einem liebevollen und qualitativ hochwertigen Rahmen ergänzend zu ihrem Zuhause entfalten können“ (Annette Pschera-Riedel, Gründerin und Geschäftsführerin von Purzelzwerg e.V.).

In den vergangenen Jahren hat die immer mehr zunehmende Forschung insbesondere für den frühkindlichen Bereich gezeigt, dass Kinder unter vier Jahren für ihre Entwicklung einen größeren Erfahrungsspielraum benötigen als denjenigen, der in der heutigen Familie gegeben ist. Kindgerechte und entwicklungsgerechte Frühpädagogik, die in einem positiven Rahmen eingesetzt wird, kann sowohl im sozialen Umgang untereinander als auch im Wahrnehmungsbereich unserer Kleinkinder viele „Türen“ öffnen. Nicht nur die Pflege oder „Aufbewahrung“ der Kinder soll Ziel heutiger Kleinkindgruppen sein, die Purzelzwerge schaffen zusätzliche Lebens- und Erfahrungsräume für die Kinder.

 

Räume

Der Spielraum im Purzelzwerg ist mit besonderem Augenmerk und einer liebevollen Auswahl der Spielsachen gestaltet. Grundsätzlich verwenden wir nur Materialien wie Holz, Wolle, Baumwolle und Seide. Die Räume sind klar und übersichtlich gegliedert, weniger Spielsachen regen die Fantasie der Kinder an und bringen oft mehr Spaß.
Die Einrichtung unserer Räume berücksichtigt vor allem das Bedürfnis des Kleinkindes, geerdet zu sein. Ein bisschen märchenhafte Stimmung fließt durch unsere Handpuppen und Spielfiguren mit ein, die oft von den Kindern mit Leidenschaft ins Herz geschlossen werden.

 

Eingewöhnung

Gerade in den Krippen sind unsere Purzelzwerge in einem Alter, in dem es oft nicht leichtfällt, sich von der vertrauten Bezugsperson zu trennen. Es ist uns daher ein großes Anliegen, genug Zeit für die Eingewöhnung des Kindes einzuplanen. Erfahrungsgemäß dauert die Zeit der Eingewöhnung etwa drei bis sechs Wochen, wobei wir grundsätzlich nach dem „Berliner Modell“ arbeiten. Durch eine sanfte Eingewöhnung können wir sicherstellen, dass das Kind richtig bei uns ankommt und in Zukunft keine Probleme mit dem Bringen haben wird.

 

Einbindung der Eltern:

Purzelzwerg e.V. ist eine familienergänzende und keine familienersetzende Einrichtung. Das setzt eine konstruktive Zusammenarbeit und lebendige Partnerschaft mit den Eltern/Erziehungsberechtigten voraus. Solange es für das Wohl und die Entwicklung des Kindes erforderlich ist, begleiten die Eltern das Kind am Vormittag im Purzelzwerg, das heißt, sie sind anwesend, wenn die Erzieher dies für erforderlich halten.
In der Regel werden zwei bis drei Entwicklungsgespräche während der Zeit bei den Purzelzwergen angeboten, um über die Entwicklung des einzelnen Kindes mit den BezugserzieherInnen zu sprechen.

In regelmäßigen Abständen finden Elternabende statt um einen weiteren Austausch zu ermöglichen und Fragen und Sorgen zu begegnen. Kontakte auch zu anderen Familien können auf- und ausgebaut werden. Gemeinsame, jahreszeitlich wiederkehrende Feste dienen dazu, das Gefühl des Miteinanders zu vertiefen.

Team:

Die ErzieherInnen im Purzelzwerg e.V. identifizieren sich mit der Konzeption des Purzelzwerg e.V. und arbeiten an der Umsetzung mit. Sie lieben schöpferische und kreative Arbeit, gestalten in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit KollegInnen und Eltern den Lebensraum Krippe selbst, sind Vorbild und Orientierungshilfe für die Kinder.

Das gute Verhältnis der ErzieherInnen untereinander ist eine wichtige Basis unserer Arbeit. Regelmäßige Team-Meetings, Fortbildungen und Team-Events, Supervision und Coaching führen zu einem starken Zusammenhalt des Purzelzwerg-Teams.

Zusammenstellung der Gruppen:

Wir berücksichtigen immer die Persönlichkeit und den Entwicklungsstand des Kindes bei der Integration in die Gruppe. Wir entscheiden individuell, wann der Einstieg in die Gruppe geeignet ist und machen ihn nicht an einer bestimmten Altersgrenze fest. Damit die Kinder während ihrer Purzelzwergzeit verschiedene Rollen durchleben können, bemühen wir uns auch, das Alter und die jeweiligen Entwicklungsphasen sowie den Geschlechterausgleich bei der Zusammensetzung der Gruppen zu berücksichtigen.

Unsere Gruppen haben eine Gruppengröße von 10 Kindern, damit die Kinder genügend Ruhe und Raum haben, sich zu entfalten.
Die Kinder werden von zwei ErzieherInnen betreut und versorgt. Während der Kernzeit ist noch eine dritte Kraft in der Gruppe. Darüber hinaus werden die Gruppen durch Praktikanten und qualifizierte Aushilfen ergänzt.
Die Kinder werden in der Regel von denselben ErzieherInnen begleitet, dies gibt den Kindern Sicherheit. Nur bei Krankheit oder anderweitig bedingter Abwesenheit der Erzieherin wird nach Möglichkeit eine Ersatzkraft eingesetzt.

 

Beobachtung und Dokumentation

Jedes Kind erhält zu Beginn seiner Zeit bei den Purzelzwergen eine eigene Mappe, individuell für das Kind bemalt und beschriftet. Diese Gestaltung schafft einen wertschätzenden Rahmen für die Sammlungen des Kindes. Das Kind blättert darin je nach Alter allein oder mit Hilfe der Erzieherin.
Das Kind wählt gemeinsam mit der Erzieherin Bastelarbeiten oder Bilder für den Ordner aus. Ergänzend werden Fotos, die das Kind bei einer Einzelbeschäftigung oder im Gruppengeschehen in der Krippe zeigen, gemacht und im Ordner gesammelt. Die Erzieher schreiben darüber hinaus regelmäßig kleine Briefe an die Kinder, in denen sie deren einzelne Entwicklungsschritte dokumentieren. Diese dienen dann auch als Grundlage für Entwicklungsgespräche mit den Eltern.

Ist das Kind 3 Jahre alt und verlässt den Purzelzwerg, um in den Kindergarten zu gehen, bekommt es die Purzelzwerg-Mappe als Abschiedsgeschenk überreicht. Wir ergänzen ihn noch mit den Texten unserer meistgesungenen Lieder, der Fingerspiele, des Rezepts zur Herstellung unserer hauseigenen Knete und vielem mehr als Erinnerung für die Zeit bei den Purzelzwergen.

 
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